23
Jul
2015
376
Lady Lilith, Studio Arachne

Fetischismus

Über die lustauslösenden Wirkungen der verschiedensten Fetische haben sich in den letzten 100 Jahren wohl alle großen und kleinen Psychotherapeuten und Psychiater in ihren Werken  ausgelassen und in diesem Ausmaß werde ich das hübsch bleiben lassen („Schuster, bleib bei Deinen Leisten“).

Im Ursprung des Wortes Fetischismus stammt von dem lateinischen Wort facticius ab, was „nachgemacht“ oder „unecht“ bedeutet. Später wurde der Begriff an das französischen fétiche und das portugiesische feitiço angelehnt, was so viel wie „Zauber“ oder „Zaubermittel“ heißt.

In Materialen wie Fell, Wolle, Seide, Samt, Plüsch aber ebenso Leder, Plastik(-folie), Latex und Lack, Bekleidungsstücke vom Strumpfband über Nylons, Spitzenwäsche, Korsetts, Handschuhe, Schuhe, Masken und Hüte bis hin zu bestimmten Körperteilen wie Füßen, Po, Brüste und Hände oder Körpergerüchen finden Fetischisten ihren ganz besonderen Kick.

Dann kann man gemeinsam fühlen, riechen, sehen, schmecken, anbeten – kurz: mit allen Sinnen genießen.

Lady Lilith, Studio Arachne

Lady Lilith, Studio Arachne

Je nach Ausprägung des Fetischs reicht manchen Menschen die bloße Beschäftigung mit dem Material oder Objekt ihrer Begierde, um zum sexuellen Höhenpunkt zu kommen. Im Regelfall jedoch wünscht sich der Fetischist eine Frau oder einen Mann – idealerweise einen fetischmäßig Gleichgesinnten –  der/dem es den gleichen Kick verschafft, sich mit diesem Fetisch zu beschäftigen und zu vergnügen. Dann kann man gemeinsam fühlen, riechen, sehen, schmecken, anbeten – kurz: mit allen Sinnen genießen.

 

Im BDSM-Bereich sind die wichtigsten Fetische:

  • Lack
  • Leder
  • Latex

Es gibt natürlich noch unzählige andere Begehrlichkeiten und oft muss man ganz genau beobachten und hinhören, um Fetische zu entdecken, da sie häufig mit anderen (leichter „fassbaren“) Neigungen kombiniert sind.

Wer jetzt Lust auf Fetischklamotten bekommen hat, kann ja mal hier reinschauen:

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