10
Aug
2015

Adult Baby Play versus Diaper Lover

Toxyd

In diesem Blog möchte ich mich mit einem Themenbereich beschäftigen, der zum einen die Lust an Adult Baby Play und zum anderen den Genuss des Diaper Lover erklärt und auch die Unterschiede beleuchtet.

Bei Adult Baby Play geht es um einen Fetisch, also eine Form der Stimulanz, die erwachsene Menschen mit dieser Neigung erleben, wenn sie in die Rolle eines kleinen Kindes oder eines Babys schlüpfen. Ebenso ist es aber möglich, dass sich Menschen mit diesem Fetisch ganz bewusst nicht als Kind oder Baby, sondern lediglich als Erwachsener im Baby-Outfit fühlen möchten. In der Psychologie wird dieser Prozess in der Regression beschrieben – nämlich dem Zurückversetzen in die eigene Kindheit.

Im Kern dieser Passion steht das Erleben von Geborgenheit, Nähe, Fürsorge und totaler Entspannung. Es geht also um das Gefühl, geliebt und umsorgt zu werden, was ja ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen ist. Manche Adult Babys empfinden keinerlei sexuelle Stimulanz in dieser „Spielart“, sondern genießen es rein auf emotionaler Ebene gefüttert, gewickelt, gestreichelt, eingecremt zu werden, ein Lied vorgesungen zu bekommen, an die Brust gelegt zu werden, zufrieden an einem Schnuller zu nuckeln oder warm und weich ins Bettchen gepackt zu werden. Andere Adult Babys hingegen erleben besonders durch die inliegende Entspannung in der Rolle des Babys und liebevollen Zuwendung des Spielpartners auch sexuelle Stimulanz.

Das Tragen einer Windel nimmt oft eine zentrale Rolle ein, denn Babys dürfen natürlich, völlig ungehemmt und ohne Übernahme von Verantwortung, in die Hose machen. Und darum geht es ja auch: Eigenverantwortung völlig abzulegen, sich gänzlich fallen lassen zu können und jede Form der Selbstkontrolle an den Spielpartner abgeben zu dürfen.

Adult Player oder Adult Babys sind keine Pädophile, sondern erwachsene Menschen, die ausschließlich mit anderen erwachsenen Menschen eine Vorliebe und Lust aus- und erleben möchten.

Manche Menschen erweitern ihr Adult-Baby-Spiel noch um einen Erziehungsaspekt, was bedeutet, dass das Adult-Baby nicht nur Liebe und Fürsorge, sondern auch Erziehung und Führung durch ihren Spielpartner in der Rolle des Erwachsenen erfährt. Und wie so oft ist es nicht möglich, allgemeingültige Aussagen zu treffen, denn die Wünsche, Vorlieben, Träume und Bedürfnisse eines jeden Menschen unterscheiden sich natürlich auch innerhalb dieses Fetisches enorm. Eins möchte ich jedoch betonen: Adult Player oder Adult Babys sind keine Pädophile, sondern erwachsene Menschen, die ausschließlich mit anderen erwachsenen Menschen eine Vorliebe und Lust aus- und erleben möchten.

Ich persönlich – und das ist ein offenes Geheimnis – kann mit Adult Baby Play nichts anfangen. Ich finde erwachsene Männer und Frauen mit Schnuller zwischen den Lippen, Mützchen auf dem Kopf und Strampelanzug einfach nicht sexy. Ich kann sehr gut nachvollziehen, welches Bedürfnis dahinter steht und ich finde es auch irgendwie faszinierend, wenn ich Menschen bei dieser Spielform zusehe. Aber gleichzeitig weiß ich, dass es nicht meins ist und ich es irgendwie „Banane“ finde. Vielleicht fehlt mir aber auch nur ein mütterliches Gen oder eine andere Betrachtungsweise. Immerhin mag ich dafür Schlachtungs-Rollenspiele, Verhöre oder Strafgefangen-Rollenspiele, was ja auch ganz schön „Banane“ ist…


Diaper (=engl. Windel) Lover hingegen sind Menschen, die es anmacht, eine Windel zu tragen, also eine Art Windel-Fetisch. Das muss nicht im Geringsten etwas mit dem Wunsch oder der Neigung zu tun haben, ein Adult Baby sein zu wollen. Natürlich sind fast alle Adult-Babys auch Diaper Lover aber andersrum ist das oft ganz und gar nicht der Fall. Du fragst Dich jetzt: Warum bitteschön möchte dann Jemand eine Windel tragen, wenn es gar nichts mit Adult Baby Play zu tun hat? Eigentlich ist das ganz einfach, denn es geht um den lustvollen Tabubruch, sich selbst in die Hose zu machen. Das Gefühl, wie es warm und nass wird und das Gefühl, die Selbstkontrolle aufzugeben – so wie auch andere Spielformen im BDSM mit Tabu-Brüchen zu tun haben, wie beispielsweise das Spiel mit Natursekt, Spuckspiele oder anderes.

Manchmal schließt es auch den Wunsch ein, von einem dominanten Spielpartner dazu „gezwungen“ zu werden, eine Windel zu tragen oder eine Windel einzunässen, indem ein Aufsuchen der Toilette unmöglich gemacht wird. Das kann auch den Reiz des „Verbotenen“ in der Öffentlichkeit beinhalten, beispielsweise mit einer Windel unter der Kleidung durch die Stadt laufen zu müssen oder mit dem Spielpartner schick essen zu gehen und dabei insgeheim am Tisch sitzend einzunässen. Es gibt aber auch hier facettenreiche Unterscheidungen, denn manche Diaper Lover wollen einfach nur eine Windel tragen, ohne sie überhaupt zu nutzen. Andere hingegen machen ausschließlich Pipi in die Windel aber niemals ein „großes Geschäft“ und wieder andere genießen das volle Programm. In Köln würde man sagen: jeder Jeck is anders.

Das Spiel mit der Selbstkontrolle bei Diaper Lovern ist wiederum eine Spielvariante, die ich persönlich durchaus ganz reizvoll und spannend finde. Auf eine schadenfroh-dominante Art macht es mir nämlich ziemlich Spaß, jemanden dazu zu bringen, einnässen zu müssen – ganz besonders, wenn dann auch noch Scham ins Spiel kommt. Verrückt? Von mir aus 😉

P.S.: Windeln für Erwachsene muss man nicht mit „Perversenaufschlag“ im BDSM-Shop kaufen, die gibt es in verschiedenen Größen z.B. auch bei Amazon:

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