6
Jan
2017
222

Looner – oder etwas über den Ballonfetisch

Looner sind Frauen und Männer, die einen Fetisch für aufblasbare Luftballons der unterschiedlichsten Art haben. Die meisten Looner sind jedoch männlich und heterosexuell.

Die Art der sexuellen oder emotionalen Stimulanz kann dabei sehr vielschichtig sein. Es gibt Menschen die fahren total ab auf:

  • große Ballons oder sehr kleine Ballons
  • möglichst viele oder nur einen Ballon
  • Riesenballons oder Climb-In-Ballons, in die man hineinklettern kann
  • bunte Ballons aus Latex mit vielen verschiedenen Farben
  • Ballons in einer ganz bestimmten oder in vielen verschiedenen Formen
  • Ballons aus Metallfolien oder Kunststoff
  • dickwandige oder dünnwandige Ballons
  • besonders quietschende Ballons

…oder was auch immer Du Dir vorstellen kannst!

Manche Looner erregt es hochgradig, sich mit ihrem Körper oder Intimbereich an Luftballons, teilweise bis zum Orgasmus, zu reiben. Nicht selten spielt die Form der Ballons dabei eine wichtige Rolle. Einige männliche Looner benutzen hierfür gerne spezielle „Geo-Ballons“ – Ballons in Form eines Donut mit einem Loch in der Mitte. Macht Sinn, hm?

Klingt alles sehr bunt und lustig…

Weibliche Looner hingegen benutzen gerne große Ballons in Birnenform, um sich darauf sitzend zu reiben. Es gibt auch Looner Pärchen, die gerne einen übergroßen und stabilen Ballon als Unterlage beim gemeinsamen Liebesspiel benutzen. Klingt alles sehr bunt und lustig, oder?

Die einen lieben es, Luftballons hüpfen zu lassen, sie durch die Luft zu werfen oder ihren Spielpartnern zuzuwerfen. Wieder andere genießen den Vorgang des Aufblasens der Ballons und möchten möglichst viele Ballons aufpusten oder zusehen, während ihr/e Spielpartner/in sie aufpustet. Es kann aber auch das genaue Gegenteil sein, nämlich, dass es als besonders anregend empfunden wird, wenn die Luft aus dem Ballon entweicht und er davon flattert, bis er geleert zu Boden fällt.

Looner: Popper und Non-Popper

Looner, die es sexuell stimuliert, ihre Ballons mit lautem Knall platzen zu lassen – ob durch übermäßiges Aufblasen (blow to pop), Fingernägel, Nägel oder das zerquetschen der Ballons mit dem eigenen Körpergewicht (sit to pops) – werden als Popper bezeichnet. Im Fokus dieser Lust steht besonders der laute Knall und auch der Schreck, der durch ihn hervorgerufen wird.

Non-Popper hingegen möchten ganz und gar nicht, dass ihre Ballons kaputt gehen und hegen und pflegen ihren Bestand. Sie streicheln ihre Ballons, schmusen mit ihnen, schlafen mit ihnen im Bett, reiben sie mit Latexöl ein und erfreuen sich an ihrem Aussehen, Geruch und dem Gefühl der Berührung.

Im Zusammenhang mit BDSM wird gerne mit der Angst von Loonern gespielt, dass ihre Ballons platzen könnten. Entweder durch grenzwertiges aufpusten (lassen) der Ballons oder durch Bondage Techniken, die Ballons quasi mit einbinden.

Du denkst: das ist witzig und süß und quietschverrückt – aber irgendwie auch ein bisschen irre? Ich auch. So what? Jedem seins. 😉

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