10
Jan
2018
41

Atemkontrolle und -reduktion – Abdrücken der Luftröhre oder Halsschlagader

Das Abdrücken der Luftröhre und das Abdrücken der Halsschlagadern praktiziere ich als Spielart von Atemkontrollspielen generell nicht.

Diese Techniken empfinde ich persönlich als massiv unangenehm und halte sie für gefährlich.


Exkurs

Ich weiß sehr genau, dass jetzt einige der „ganz Harten im Garten“ innerlich aufschreien, denn natürlich KANN man diese Techniken durchführen. Und es MUSS auch nicht zwangsläufig etwas passieren. Es kann auch hunderte Male oder sogar ein Leben lang gut gehen.

Ich erzähle Euch ja auch nur, warum ICH sie nicht durchführe, nicht für sinnvoll halte und nicht mag. Das soll Euch nicht davon abhalten zu tun, was auch immer Ihr tun möchtet und verantworten könnt. Und es soll Euch auch keine Angst machen. Es spiegelt somit lediglich meine Meinung wider.


 

Abdrücken der Luftröhre

Ein vollständiges Abdrücken der Luftröhre würde einen großen Kraftaufwand erfordern. Und wenn Du diesen Kraftaufwand tatsächlich einsetzt und unterhalb des Kehlkopfes die Luftröhren abdrückst, besteht die Gefahr, dass knorpeligen Anteile der Luftröhre brechen, sich verformen oder dauerhaft verlegen. Und was das bedeutet, brauche ich vermutlich nicht zu erklären, denn wir brauchen unsere Luftröhre nun mal zum Atmen. Atmen ist keine wählbare Option.

Ich persönlich empfinde es nicht als kalkulierbares Risiko, bei einem Menschen feste auf etwas zu drücken, was aus knorpeligen Strukturen besteht und was dieser Mensch notwendigerweise zum Überleben benötigt. Aber Ihr könnt und dürft das natürlich auch anders sehen. 😉

 

Abdrücken der Halsschlagadern

Die Halsschlagader oder Halsarterie versorgt den Kopf, das Gehirn, sowie Teile des Halses mit sauerstoffreichem Blut. Und unser Gehirn braucht Sauerstoff, um zu Überleben. Ein Abdrücken der Halsschlagader kann schon nach ganz kurzer Zeit zu Bewusstlosigkeit führen. Und wie wir ja schon wissen, birgt eine Bewusstlosigkeit einige Gefahren wie beispielsweise:

  • Sturzverletzungen
  • Atemstillstand
  • Kreislaufstillstand
  • Gefahren durch Muskelerschlaffung am Zungengrund (Verlegung der Atemwege)
  • Gefahren durch Muskelerschlaffung des Magens (Aspriration von Mageninhalt

Und ganz ehrlich: wenn unser Gehirn nicht mehr mit ausreichend sauerstoffreichem Blut versorgt wird, können irreparable und nicht wieder korrigierbare Hirnschäden auftreten.

Ich persönlich mag einfach gut durchblutete und aktive Gehirne. Basta.

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